Umweltfreundliche Feste ohne Alu!

Bei einem ÖkoEvent sollten Alu-Dosen, Kaffeekapseln und Alufolie vermieden werden. Die folgenden Informationen helfen bei der Umsetzung:

Für Feste und Events werden Alu-Dosen, Kaffeekapseln und Alufolie gerne verwendet, da sie praktisch sind.
Allerdings ist die Produktion von Aluminium sehr aufwendig und richtet große Umwelt-Schäden an. Aluminium kann sich außerdem negativ auf die Gesundheit auswirken. Für die Umsetzung eines ÖkoEvents lässt sich durch einfache Maßnahmen auf Aluminium verzichten.

ÖkoEvents mit Mehrwegflaschen statt Dosen

Bei öffentlichen Veranstaltungen in Wien oder einem ÖkoEvent ist die Verwendung von Aluminiumdosen nicht erlaubt. Getränke müssen aus Mehrwegflaschen oder anderen Mehrweggebinden ausgeschenkt werden, wenn die Getränkeart in Mehrweg erhältlich ist.

Getränkedosen sind auch in Hinblick auf den Klimaschutz nicht zu empfehlen: Dosenbier verursacht dreimal so hohe CO2-Emissionen wie Bier in Glas-Mehrwegflaschen! Dazu kommt, dass Dosen sehr häufig im Restmüll landen und dann nicht einmal für das Recycling verwendet werden können.

Glasflaschen und Mehrwegbecher haben bei Veranstaltungen im Sommer noch einen weiteren großen Vorteil: Bei einer Glasflasche oder einem Mehrwegbecher sieht man sofort, wenn eine Wespe im Getränk schwimmt. Bei Dosengetränken hingegen können diese viel leichter versehentlich verschluckt werden.

Tipps für ein ÖkoEvent ohne Aluminium:

  1. Verzichten Sie auf Dosengetränke und verwenden Sie stattdessen Mehrwegflaschen und Mehrwegbecher! Das hilft Abfall zu vermeiden, schont die Umwelt und schützt die Gesundheit Ihrer Gäste.
  2. Verwenden Sie keine Alufolie oder Alutassen für die Zubereitung von Speisen. Weil Aluminium mit Salz und Säure reagiert, ist Alufolie gerade fürs Kochen und Grillen nicht empfehlenswert, da der Körper es dann aufnehmen könnte. Besser geeignet sind Edelstahl-Grilltassen oder Backpapier.
  3. Speisen, die mitgenommen werden, sollen daher, statt in Alufolie, in Frischhaltefolie oder Butterbrotpapier eingepackt werden, das funktioniert sehr gut. Am besten wäre natürlich ein wieder verwendbarer Behälter, den beispielsweise MitarbeiterInnen der Veranstaltung mitbringen, um Buffetreste mit nach Hause nehmen zu können.
  4. Für Gäste, die Speisen mitnehmen möchten, eignet sich besonders die Tafelbox der Wiener Tafel. Dieser Kunststoffbehälterfür die Speisenmitnahme kostet 50 Cent, wobei 20 Cent an die Hilfsorganisation Wiener Tafel fließen. Anbei finden Sie nähere Infos zur Tafelbox.
  5. Verwenden Sie keine Kapsel-Kaffeemaschinen, sondern Filtermaschinen oder Kaffeevollautomaten! Kaffeekapseln sind aufgrund ihres Aluminiumgehaltes umweltschädlich, verursachen unnötigen Abfall und die Kaffeezubereitung mit Kapseln ist unverhältnismäßig teuer. Bei einem Preis von 40 Cent/Kapsel und einem Kapselinhalt von 5 Gramm kostet der Kilo Kaffee 80€!

Aluminium richtig entsorgen: im Altmetall-Behälter

Sollten bei Ihrer Veranstaltung dennoch Aluminiumabfälle anfallen, die sich nicht vermeiden lassen, ist es wichtig, diese in Abfallbehältern für Altmetall zu entsorgen, nur so bekommt das Leichtmetall eine zweite Chance im Wege des Recyclings. Die richtige Entsorgung hilft daher Energie und Rohstoffe zu sparen und die Umwelt zu schonen. Tipps und Informationen zur Sammlung von Eventabfällen finden Sie im folgenden Beitrag

Tipps und Hintergrundinformationen:

Weitere Informationen zu Aluminium finden Sie in folgendem Beitrag

Grilltipps von der Agentur für Ernährungssicherheit

Information zur Entsorgung von Aluminium-Dosen, inklusive einer Karte der Standorte von Altmetallbehältern in Wien

Auswirkungen von Aluminium auf Umwelt und Gesundheit - eine Zusammenfassung

Studie des Gesundheitsministeriums: Aluminium Toxikologie und gesundheitliche Aspekte körpernaher Anwendungen empfiehlt Aluminium als Kontaktmaterial von Lebensmitteln so weit als möglich zu reduzieren. 
Fallstudien zu sozialen Auswirkungen des Bauxit-Abbaus auf der Website des deutschen Umweltbundesamts

 Eine übersichtliche Zusammenfassung der negativen Umweltauswirkungen der Alu-Produktion gibt es auf der Website www.global2000.at/aluminium.