Regional, saisonal und biologisch genießen

Die Verpflegung hat neben der Mobilität die größte Auswirkung auf die CO₂-Bilanz einer Veranstaltung. Mit einer saisonalen Speisekarte und regionalen Bio-Lebensmitteln können Veranstalter*innen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Korb mit Gemüse
Einkaufskorb mit Gemüse, © Monika Kupka, DIE UMWELTBERATUNG

Bei einem ÖkoEvent müssen zwei der angebotenen Hauptspeisen aus regionalen, am besten saisonalen Zutaten oder aus biologischen bzw. fair gehandelten Zutaten zubereitet werden.

Im folgenden Beitrag erfahren Sie, worauf es dabei ankommt und wie Sie diese Anforderung am besten erfüllen können.

Saisonales Obst und Gemüse

Als saisonal gelten Obst- und Gemüsesorten, die in Österreich ohne energieintensive Beheizung von Gewächshäusern und ohne künstliche Beleuchtung angebaut werden können. Da dies nicht für alle Sorten ganzjährig möglich ist, variiert das saisonale Angebot.

Tomaten, Gurken, Zucchini oder Paprika sind beispielsweise bei uns nur in den Sommer- und Herbstmonaten saisonal verfügbar.

Bei der Planung helfen Saisonkalender, die einen guten Überblick über die Verfügbarkeit heimischer Obst- und Gemüsesorten im Jahresverlauf bieten:

Achten Sie bitte darauf, dass sich die Saisonalität wenn möglich in den angebotenen Speisen widerspiegelt.

Manchmal schwindeln sich auch im Winter Himbeeren, Heidelbeeren und Erdbeeren ins Dessert, Weintrauben in die Käseplatte und Tomaten in den Salat. Sprechen Sie Ihren Caterer darauf an, dass auf Dekorationselemente, die nicht saisonal sind, verzichtet werden soll.

Regionale Lebensmittel reduzieren Transportwege

In Österreich gibt es eine große Vielfalt an regionalen Spezialitäten. Diese tragen zum Erhalt der heimischen Landwirtschaft bei, kommen ohne weite Transporte aus und erfüllen die Kriterien von ÖkoEvent, wenn die Zutaten dieser Speisen tatsächlich aus der Region stammen.

Wichtig: Österreichische Produkte sind nicht automatisch regional!

Für ÖkoEvent gelten Lebensmittel dann als regional, wenn Anbau, Aufzucht oder Ersterzeugung in einem Umkreis von maximal 150 Kilometern rund um den Veranstaltungsort Wien erfolgt sind. Ausgenommen sind Produkte, die in diesem Radius nicht erzeugt werden, in diesen Fällen sollten sie von möglichst nahe bezogen werden. Dies ist zum Beispiel bei Kernöl oder Bergkäse der Fall.

Ein Beispiel: Marillenknödel gelten als regional und saisonal, wenn die verwendeten Marillen aus Niederösterreich oder dem Burgenland stammen. Dies ist jedoch nur innerhalb der Saison von Juli bis August möglich. Außerhalb dieser Zeit sind die Knödel Tiefkühlware oder die Marillen stammen aus dem Ausland.

Bei Obst und Gemüse gehen Regionalität und Saisonalität also Hand in Hand.

Herkunft tierischer Produkte beachten

Zu den wichtigen regionalen Lebensmitteln zählen auch Fleisch, Geflügel und daraus hergestellte Produkte. Wenn Sie tierische Speisen anbieten, achten Sie bitte auf österreichische Herkunft und möglichst auch auf Bioqualität. In der biologischen Landwirtschaft gibt es in der Regel auch höhere Standards in der Tierhaltung.

Da Fleischhauer, Gastronomiebetriebe und Caterer häufig unterschiedliche Bezugsquellen nutzen, ist es hier besonders wichtig, nach der Herkunft der Produkte zu fragen.

Natürlich sollen auch andere Lebensmittel wie Gebäck oder Milchprodukte aus der Region stammen. Je höher der Anteil an regionalen Produkten, desto geringer sind die Transportwege und desto größer ist der positive Beitrag zum Klimaschutz.

Darüber hinaus fördert die regionale Beschaffung Arbeitsplätze in der Region und den Erhalt von Agrarflächen.

Auch bei Getränken auf Regionalität achten

Nicht nur Speisen, sondern auch Getränke haben einen großen Einfluss auf die Nachhaltigkeit einer Veranstaltung.

Für Cocktails und erfrischende Bowlen eignet sich regionales und saisonales Obst bestens. So sind zum Beispiel Erdbeeren, Marillen, heimische Melonen oder Pfirsiche im Sommer eine tolle Alternative zu weitgereisten Ananas & Co.

Bei ÖkoEvent gilt außerdem:

  • Fruchtsäfte müssen regional oder biologisch sein.
  • Es müssen Mehrweggebinde verwendet werden.
  • Regional bedeutet, dass die für Fruchtsäfte verwendeten Früchte aus einem Umkreis von maximal 150 Kilometern rund um Wien stammen.

Die Speisekarte als Visitenkarte Ihres ÖkoEvents

Nutzen Sie Ihre Speisekarte, um die nachhaltige Ausrichtung Ihrer Veranstaltung sichtbar zu machen. Regionalität und Saisonalität können aktiv kommuniziert und als Qualitätsmerkmal hervorgehoben werden.

Beispiele dafür sind:

  • Carpaccio von der Roten Rübe im Winter
  • Marchfelder Spargel im Frühjahr
  • Erdäpfel, Wein oder Traubensaft aus der Region

Ein Hinweis zu den regionalen Lieferant*innen auf der Speisekarte sorgt für mehr Produkttransparenz und gibt auch die Möglichkeit, günstigere Lebensmittel wie Nudeln oder Gemüse positiv zu präsentieren.

Weitere Infos:

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Zuletzt geändert am 25.08.2026

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