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ÖkoEvent

Aktualisierung: 10.10.2017

Green Wedding – JA, ich will!

Egal ob im kleinen Rahmen oder im großen Stil – warum nicht auch ökologisch? Ganz nach „für die Gäste nur das Beste“ bieten ökologische Feste einen wunderschönen Rahmen.

Gebäck fürs Hochzeitsfest
© m.kupka "die umweltberatung"

Der Hochzeitstag ist etwas ganz Besonderes, deshalb möchten Brautpaare ihren Gästen nur das Beste bieten. Wer im Alltag auf Bio achtet, möchte auch das Hochzeitsfest ökologisch veranstalten. Je nach persönlichem Engagement ist alles in unterschiedlichen Ausbaustufen möglich! Möchte man nur den Wein oder das ganze Hochzeitsmenü biologisch anbieten? Werden auch die veganen Gäste am Buffet satt? Braucht es weitgereiste exotische Früchte bei den Desserts oder greift man zu regionalen Süßigkeiten?

Die Abfallvermeidung ist auch ein wichtiges Thema bei einer umweltfreundlichen Hochzeit: Gegenstände, die für die Hochzeit gekauft werden, sollten nicht nach der Feier im Abfall landen sondern wiederverwendet werden.

In diesem Beitrag finden Sie eine Auswahl an Ideen und Bezugsquellen für ein ökologisches Hochzeitsfest. Fragen Sie aber auch in Ihrer Region bei Anbietern wie z.B. bei Winzern oder Floristen nach ökologischen Produkten.

Location

Die Wahl der Hochzeitslocation legt die Basis für die Feier und trägt maßgeblich zur Umsetzung einer Green Wedding bei. Optimal ist es, wenn der Vermieter der Veranstaltungsstätte bereits Erfahrungen mit ökologischen Events hat. Gastronomiebetriebe mit Umweltzeichen oder Biohotels sind dafür eine gute Wahl und erleichtern dem Brautpaar die Vorbereitungen. Ist es eine Location ohne fixe Gastronomieeinrichtung, sind zertifizierte Bio-Caterer die beste Option.

Anreise

Mit der Wahl des Ortes entscheidet sich natürlich auch die Distanz der Anreise. Möchte man mit der kompletten Hochzeitsgesellschaft auf den Hawaii Inseln feiern, ist die Klimabilanz durch die lange Flugstrecke katastrophal. Da schneidet eine Location in der Nähe des Wohnortes der Hochzeitsgesellschaft eindeutig besser ab. Wenn die Anreise auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich ist, ersparen sich die Gäste unnötige Autofahrten.

Essen

Das Hochzeitsessen ist ein zentrales Element des Festes und bleibt den Gästen noch lange in Erinnerung. Hier gilt bei einer Green Wedding: Qualität vor Quantität. Überfluss erzeugt nur unnötige Lebensmittelabfälle. Statt übervoller Teller sollten Herkunft, Qualität und kurze Transportwege der Lebensmittel im Vordergrund stehen. Darauf kommt es grundsätzlich an: bio, saisonal, regional, fair - oder wenn möglich vegetarisch oder gar vegan!

Bieten Sie Ihren Gästen ein Festessen in Bioqualität an! Am einfachsten lässt sich das umsetzen, wenn Sie einen Gastronomiebetrieb wählen, der bereits Erfahrungen mit dem Einkauf von Bioprodukten hat oder sogar biozertifiziert ist! Die biologische Landwirtschaft produziert hochwertige, gesunde Nahrungsmittel. Sie verzichtet auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel und trägt damit wesentlich zum Klimaschutz bei. Auch Gebäck, Mehlspeisen und sogar Hochzeitstorten sind aus der Bio-Backstube erhältlich.

Tierische Lebensmittel haben enorme Auswirkungen auf unser Klima. Attraktive vegetarische Gerichte sorgen dafür, dass VegetarierInnen nicht nur auf Knödel und Pommes Frittes angewiesen sind. Wenn Fleisch auf die Tafel soll, dann in bester Bio-Qualität. Denn hier bekommen die Tiere regionales Biofutter und haben ausreichend Auslauf. Bei einer großen Auswahl an verlockenden Beilagen können die Fleischportionen ruhig kleiner sein.

Wein, Fruchtsäfte, Bier, Kaffee und Tee sind aus biologischer Landwirtschaft erhältlich. Mehrweg-Flaschen haben gegenüber den Einwegflaschen ökologisch die Nase vorne! Leitungswasser punktet ebenfalls in Sachen Umweltschutz und steht in Wien in ausgezeichneter Qualität zur Verfügung. Schöne Krüge mit Leitungswasser sind außerdem eine Zierde für die Hochzeitstafel.

Blumen

Üblicherweise werden für diesen besonderen Anlass die Räumlichkeiten, das Brautpaar und die Gäste mit Blumen dekoriert. Leider werden nur mehr wenige Schnittblumen in Österreich kultiviert. Fragen Sie daher bei ihrer Gärtnerei explizit nach österreichischen oder zumindest europäischen Blumen! Selbstgemachte Dekoration ist eine besondere und  persönliche Alternative: Sammeln sie dafür Blätter, Blumen, Äste, Früchte oder Nüsse aus ihrem Garten oder vom Wegesrand.

Pflanzen nur an einem Tag zu bewundern ist viel zu schade: Eine weitere „Mehrweg-Variante“ sind Topfpflanzen, die für die Raumdekoration verwendet werden können. So können zum Beispiel Palmen, Lorbeerbäumchen oder Buchsbäume in Gärtnereien oder speziellen Verleihagenturen für Mietpflanzen ausgeborgt werden. Für die Tischdekoration eignen sich auch Kräuter in Töpfen , die von den Gästen als Andenken mit nach Hause genommen werden können.

Rosen ohne sozialen Stachel

Lassen Sie Ihren Blumenschmuck und Brautstrauß aus Fairtrade - Blumen anfertigen, falls keine heimischen Blumen erhältlich sind. Das Fairtrade Siegel garantiert soziale Standards und Umweltstandards in den Produktionsländern wie Kenia und verbessert die Lebensbedingungen der Menschen in den Blumenfarmen nachhaltig. Informationen zu fair gehandelten Blumen und weiteren Produkten für eine faire Hochzeit finden Sie unter www.fairtrade.at.

Hochzeitskleid

Die Braut und ihr Brautkleid stehen im Mittelpunkt des Festes. Die Auswahl des Kleides ist eine besonders emotionale Entscheidung. Leider stehen die finanziellen Kosten nicht in Relation zur Häufigkeit, in der es getragen wird. Deshalb sind „Vintage-Kleider“ voll im Trend. Suchen Sie im Internet nach Hochzeitskleidern, die bereits getragen wurden und günstig weiterverkauft werden. Auch in Second-Hand Boutiquen oder in Brautshops gibt es oft eine Auswahl an Vintage-Kleidung. Manche wagen sich sogar in die Hochzeitskleidung der Eltern – denn so manches aus den letzten Jahrzehnten ist heute wieder top-aktuell!

Wer nicht so weit gehen möchte, kann sich auch nur Teile des Outfits ausborgen. Freunde und Familie stehen hier sicherlich gerne mit ihrem Equipment zur Seite. Gut eignen sich z.B. Schuhe, Anzug, Weste, Stola etc..

Brautpaare geben ihren Gästen gerne ein kleines Geschenk zur Erinnerung an diesen besonderen Tag mit. Wichtig dabei: es sollte etwas Brauchbares sein, das man zuhause noch verwenden kann. Die Möglichkeiten dafür sind recht vielfältig: von Kulinarischem wie Wein, Kekse, Marmelade bis zu Topfpflanzen oder Saatgut - am besten auch hier in Bio-Qualität.

Weitere Informationen

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