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ÖkoEvent

Aktualisierung: 08.05.2012

Wanderung an der Wiener Hochquellenleitung

Von 24. - 28. Mai 2012 fand die erste nachhaltige Kunst- und Kulturwanderung entlang der I. Wiener Hochquellenleitung statt.

© s.seidl "die umweltberatung"

"wasser weg?" betitelte sich die Initiative, die das öffentliche Interesse auf das kostbarste aller Güter lenkt. 5 Tage und rund 100 km begab sich das Projekt "wasser weg?" zu Fuß auf die Spuren des globalen Wasser- und Ressourcenverbrauches, begleitet von zahlreichen künstlerischen Höhepunkten.

In einer Broschüre fand Projektkoordinatorin Martina Könighofer den Hinweis, dass ein Wassertropfen von der Quelle bis nach Wien etwa genau so lang benötigt, wie wenn man die rund 100 km zu Fuß bewältigt. Das waren die Ausgangspunkte für die Idee, den gesamten Weg von der Quelle in Kaiserbrunn, Raxgebiet, bis zum Wasserturm in Favoriten während der Pfingstfeiertage abzugehen.

Kulturelle Höhepunkte entlang der Wanderstrecke

Von Musik mit wassergefüllten Kalebassen von Musikern aus Burkina Faso bis zur Lesung von wasserbezogenen Texten aus aller Welt reichten die Aktivitäten entlang der I. Hochquellenleitung. Kenianische Jugendliche aus einem Armenviertel in Nairobi zeigten, wie sie mit Kunststücken und Tanz ihre Lebenssituation bewältigen.

Die Wasserwanderung, einen Monat vor der großen UN-Umweltkonferenz in Rio sollte ein sichtbares Zeichen für den schonenden Umgang mit Ressourcen setzen.

Eine durch und durch ökologische Veranstaltung

Die gesamte Veranstaltung wurde nach ökologischen Gesichtspunkten organisiert. Der Veranstalter empfahl neben den oben genannten Aktivitäten die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Abfallaufkommen wurde so gut wie möglich reduziert. Bei der Abschlussveranstaltung in Wien wurden alle Getränke im Wiener Mehrwegbecher ausgeschenkt und der Strom für die Musikbühne mit Fahrrädern produziert.

Dem Wiener Wasser auf der Spur

Wien ist in der glücklichen Lage ausreichend Trinkwasser zur Verfügung zu haben. Das Wasser bezieht die Millionenstadt aus den Quellenschutzwäldern in den nördlichen Kalkalpen, die vom Forstamt der Stadt Wien naturnah und ohne Einsatz chemischer Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel bewirtschaftet werden. Rund 130 Liter Wasser verbraucht jede Wienerin und jeder Wiener täglich. Im Normalbetrieb versorgen die I. und II. Hochquellenleitung die Stadt zu 100 Prozent mit frischem Quellwasser. Strenge Kontrollen durch die MA 31-Wasserwerke sichern, dass Wiens Trinkwasser in bester Qualität verfügbar bleibt.

Information: www.wasser-weg.at