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ÖkoEvent

Aktualisierung: 19.04.2016

Tagungen mit dem gewissen Etwas: ÖkoEvents

Damit die Ökobilanz möglichst gut ausfällt, gibt es Beratung vom Veranstaltungsservice der Stadt Wien – egal ob es um ein kleines Seminar oder um eine große Tagung geht.

Die ÖkoEvent Wimpel als Tischaufsteller.
© Pia Minixhofer

Fachtagungen, Kongresse oder Seminare sind wichtige Aushängeschilder eines Betriebes oder einer Organisation. Umso besser, wenn zum guten Programm auch der Rahmen passt und die TeilnehmerInnen eine nachhaltige Veranstaltung genießen dürfen. Papier sparen, öffentliche Anreise und nachhaltige Verpflegung: Eine umweltfreundlich durchgeführte Veranstaltung bleibt den Gästen aus dem In- und Ausland sehr gut in Erinnerung und wirkt damit doppelt nachhaltig.

Weniger ist oft mehr

Bei Tagungen werden gerne Taschen mit Blöcken, Kugelschreibern und den Vortragsunterlagen an die TeilnehmerInnen verteilt. Die Taschen sind oft von schlechter Qualität, werden schnell kaputt und hinterlassen keinen guten Eindruck bei den Beschenkten. Manchmal ist es für das Firmenimage besser auf solche Produkte ganz zu verzichten, als sie in schlechter Qualität zu verteilen. Eine Tasche aus Biobaumwolle ist eine langlebige Alternative.
VeranstalterInnen sollten sich auch überlegen, ob und wie viel Papier die TeilnehmerInnen tatsächlich benötigen. Kurze Factsheets mit den wichtigsten Links oder die elektronische Zusendung der Handouts reichen meist völlig. Falls doch Unterlagen auf Papier notwendig sind, sollten zumindest mehrere Vortragsfolien pro Seite ausgedruckt werden – am besten doppelseitig. Das ist gut für Budget und Umwelt!

Kulinarische Genüsse: saisonal, regional, bio

Seminar- und TagungsteilnehmerInnen brauchen natürlich auch eine Stärkung. Bei einem ÖkoEvent steht die Herkunft der Zutaten im Fokus: regional, saisonal und bio ist das Motto. Zusätzlich ist auch eine gesunde, ausgewogene Verpflegung zu begrüßen. Gerade bei ganztägigen Veranstaltungen, die die geistige Aufnahmefähigkeit der TeilnehmerInnen auf eine Probe stellen können, ist eine leichte, ausgewogene Kost hilfreich. Leichte Salate, Kohlenhydrate und wenig fette Speisen vermeiden die gefürchtete Müdigkeit nach der Mittagspause bei ReferentInnen und TeilnehmerInnen. Leitungswasser in Karaffen und Biosäfte in Mehrwegflaschen runden eine guten Seminarverpflegung ab.

Anreise mit kleinem Fußabdruck

Die meisten Veranstaltungsorte in Wien sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. Bereits in der Ankündigung sollte ersichtlich sein, mit welchen Li-nien man zur Tagung anreisen kann. Bei internationalen Kongressen ist es wichtig, die TeilnehmerInnen aus den umliegenden Staaten zur Anreise mit der Bahn zu motivieren. Gäste, die mit dem Flugzeug anreisen, kann man über die Möglichkeit einer CO2-Kompensation informieren.

Wiener VeranstalterInnen haben es gut: kompetente Beratung

Mit fundierter Beratung geht die Organisation umweltfreundlicher Veranstaltungen leicht von der Hand. Die Stadt Wien bietet deshalb seit 2010 das Veranstaltungsservice an. Hier bekommen engagierte VeranstalterInnen Informationen und Beratung zur ökologischen Ausrichtung einer Veranstaltung. Sie können um das Prädikat ÖkoEvent ansuchen und ihr Event als umweltfreundlich ankündigen und bewerben. Neben der Abfallvermeidung müssen für einen ÖkoEvent auch Maßnahmen zur Abfalltrennung, ökologischen Verpflegung, Mobilität sowie zu Energie, Wasser und Kommunikation umgesetzt werden. Die ÖkoEvent Checkliste ermöglicht die Einreichung.


Für Vereine, öffentliche Einrichtungen, und sozialwirtschaftliche Betriebe ist die Beratung durch das Veranstaltungsservice sogar kostenlos! Wirtschaftskammermitglieder erhalten eine kostenlose Erstberatung. Das Veranstaltungsservice wird von der Umweltstadträtin Ulli Sima, der MA 48 und von ÖkoKauf Wien unterstützt. Expertinnen und Experten von "die umweltberatung" führen die Beratungen durch.

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